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Produktfotos

Der Saisonwechsel ist für uns immer eine ganz besonders intensive Zeit. Die Lieferung für die neue Saison geht in Form von nicht enden wollenden Kisten ein. Sie muss kontrolliert, gekennzeichnet und in die Warenwirtschaft aufgenommen werden. Dann muss der Laden umdekoriert werden, was ganz besonders viel Zeit in Anspruch nimmt. Parallel dazu wird die Ware für die übernächste Saison zusammengestellt und geordert.

An unserem Onlineshop tut sich in dieser Zeit meistens nicht so besonders viel. Es braucht Bilder zum Darstellen und Zeit zum Beschreiben der Artikel. Bei den Bildern greifen wir am Anfang und manchmal auch dauerhaft auf Bilder der Hersteller zurück. Das ist nicht in jedem Fall möglich, weil einige Fotos schlicht nicht vorhanden sind und manche Hersteller die Wiederverwendbarkeit ihrer Fotos einschränken.

Wie also entstehen unserer Produktfotos?

Für uns war es längerer Prozess, ehe wir zu einer gangbaren und qualitativen Lösung kamen. Angefangen habe wir mit irgendeiner bei Ebay erworbenen Fotoausrüstung. Unsere ersten Fotos waren so verschiedenfarbig und miserabel, dass wir uns heute fragen, wie man mit diesen Fotos überhaupt etwas verkaufen konnte. Zur professionellen Fotoausrüstung war es ein langer Weg.

Fotoausrüstung für Produktfotos

Als erstes kauften wir uns ein professionelles Studioblitzset von Jinbei und erweiterten es danach. Dieses Studioblitzset ist zwar für den Heimbedarf gedacht, aber durchaus ausreichend. Es besteht aus vier Studioblitzen, diversen Stativen, Durchlichtschirm und Softboxen. Entscheidend bei dieser Fotoausrüstung ist, dass sie Blitzlicht konstanter Farbtemperatur liefert. Diese Konstanz macht die Bilder berechenbar.

Für Personenaufnahmen nutzen wir einen an der Wand befestigten Fotohintergrund, ca. 3 m breit und ca. 10 m lang. Er ist ausreichend massiv und abwaschbar. Durch die große Länge kann man unbrauchbar gewordenen Abschnitte auch abschneiden.

Taschen und Accessoires fotografieren wir mit einem Leuchttisch. Der Clou bei einem Leuchttisch ist, wie man leicht erraten kann, dass die Produkte auch von unten angestrahlt werden und so Schatten vermindert werden können.

Man braucht natürlich auch noch einen Fotoapparat und ein Stativ. Wir nutzen eine Olympus OM-D E-M1. Vorteil hier: Man kann sie über eine Handy-App ferngesteuert auslösen.

Personenaufnahmen

Das Licht von oben bringt einen gewissen Glanz auf die Haare des Modells und soll sie natürlicher erscheinen lassen. Es gibt nur eine Hauptlichtquelle (wie im richtigen Leben) von vorn / oben. Die beiden seitlichen Softboxen minimieren die Schatten auf dem Fotohintergrund auf nahezu null. Für Aufnahmen in voller Personenhöhe wird der Fotohintergrund bis auf den Boden ausgerollt und das Modell stellt sich drauf.

Das ist unser Hauptaufbau für Taschen. Es gibt wieder nur eine Lichtquelle – durch einen Durchlichtschirm, was das Licht weicher macht und Reflexionen minimiert. Wer sicher gehen will, ordnet das Licht 45° zur Kamera gedreht an. Von unten gibt es indirektes Licht, dass die Aufstandsfläche großflächig von unten anstrahlt und somit im besten Fall die Schatten zu null korrigiert. Die Softboxen strahlen den Hintergrund an und bauen Schatten ab.

Taschenaufnahmen

Die Bilder werden nachfolgend noch mit einem Bildverarbeitungsprogramm bearbeitet. Aufgrund der Vorarbeit geht das relativ schnell.



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